Pfarrer zollt auch Arbeit des Winzers Respekt

TRADITION Bei der Weinsegnung in Johannisberg wird des „Winterhannes“ gedacht

Feierlicher Einzug in die Schlossbasilika

von Christina Schultz, Rhein Main Presse: 29.12.2016 (Wiesbadener Kurier Rheingau-Kurier)

JO­HAN­NIS­BERG. Ei­ne be­son­de­re At­mo­sphä­re brei­tet sich je­des Mal aus, wenn am 27. De­zem­ber die Jo­han­nis­ber­ger Win­zer mit ih­ren Fah­nen, die Kü­fer und Wein­bru­der­schaf­ten fei­er­lich in die Ba­si­li­ka auf dem Jo­han­nis­berg ein­zie­hen. Denn am Na­mens­tag des Hei­li­gen Jo­han­nes, des Apost­els und Evan­ge­lis­ten, ist es seit al­ters her üb­lich, Wein zu wei­hen. So hat es auch im Rhein­gau Tra­di­ti­on, dass seit mehr als fünf Jahr­zehn­ten die Jo­han­nes­wein­seg­nung, zu Eh­ren des „Win­ter­han­nes“ im Rah­men ei­nes fei­er­li­chen Got­tes­diens­tes statt­fin­det. Auch in die­sem Jahr füll­te sich die Ba­si­li­ka mit vie­len Men­schen, die zum Ge­den­ken an den „Evan­ge­lis­ten der Lie­be“, her­bei­ström­ten.

Ab­ord­nun­gen von Wein­bru­der­schaf­ten da­bei

Ne­ben den ört­li­chen Win­zern zo­gen auch die Rhein­gau­er Wein­kö­ni­gin Ste­pha­nie Ko­pietz und die Ab­ord­nun­gen der Jo­han­nis­ber­ger Wein­kri­tik, des Rhein­gau­er Wein­kon­vents, der Lor­cher Wein­jun­ker, der Gei­sen­hei­mer Wein­rei­mer, des Hoch­hei­mer Wein­freun­des­krei­ses und der Wal­lu­fer Wein­bru­der­schaft Wal­taf­fa ge­mein­sam mit den Pfar­rern Mar­cus Fi­scher und Kurt Wei­gel in die Kir­che ein. Auf den Ti­schen vor dem Al­tar­raum war­te­ten die ed­len Trop­fen, die von den Win­zern zur Seg­nung in die Ba­si­li­ka ge­bracht wor­den wa­ren, um sie zum An­den­ken an den Evan­ge­lis­ten zu kos­ten mit den Wor­ten: „Trin­ket die Lie­be des Hei­li­gen Jo­han­nes“. Die Fei­er der Jo­han­nes­wein­seg­nung mit der Ver­eh­rung des Apost­els sei der ge­hei­me Hö­he­punkt von Jo­han­nis­berg, er­öff­ne­te Mar­cus Fi­scher den Got­tes­dienst. Der Le­gen­de nach, seg­ne­te Jo­han­nes ei­nen Be­cher ver­gift­eten Wei­nes und be­frei­te ihn durch das Kreuz­zei­chen vom Gift, so­dass er oh­ne Wir­kung blieb.

In sei­ner Pre­digt stell­te Kurt Wei­gel die Sym­bo­lik des Weins und die Lie­be zu­ein­an­der in den Vor­der­grund. Da­rü­ber hin­aus zoll­te er der Ar­beit der Win­zer Re­spekt. Ein Nord­licht wie er, na­he Ol­den­burg ge­bo­ren und vie­le Jah­re Pries­ter auf der Nord­se­ein­sel Wan­ge­roo­ge ge­we­sen, ha­be den Wein schät­zen ge­lernt und Ein­blick in die schwe­re Ar­beit der Win­zer ge­nom­men, seit er im Rhein­gau tä­tig ist. Zwei Mal ha­be er selbst Wein le­sen kön­nen und fest­ge­stellt, wie viel Mü­he und Ar­beit, wie viel Wet­ter, wie viel Er­de und wie viel Zeit der Kul­ti­vie­rung und La­ge­rung da­bei ei­ne Rol­le spiel­ten. „Man trinkt im Wein die Zeit mit und soll­te ihn des­halb ge­nie­ßen.“

Wein als we­sent­li­cher Be­griff des Ma­ßes

Im Al­ten Tes­ta­ment hei­ße es: Wie ein Le­bens­was­ser ist der Wein für den Men­schen, wenn er ihn mä­ßig trinkt. Auch für Hil­de­gard von Bin­gen galt der Wein als Me­di­zin und als we­sent­li­cher Be­griff des Ma­ßes, das für al­les gel­te, was wir in die­ser Welt tun. Je­sus ha­be den Wein ge­schätzt und ihn als Zei­chen der Freu­de ge­wählt. Jo­han­nes stand da­bei ganz nah an sei­ner Sei­te, der Evan­ge­list, der Je­sus lieb­te. Die Lie­be des Hei­li­gen Jo­han­nes trin­ken, hei­ße, man ha­be Teil an der Lie­be Chris­ti. Vor der Seg­nung des Jo­han­nes­weins schloss Pfar­rer Kurt Wei­gel mit den Wor­ten: „Wer Wein trinkt, wird fröh­lich, wer an Gott glaubt, wird se­lig, wer Wein trinkt und an Gott glaubt, wir fröh­lich und se­lig sein.“

Kommt auf leisen Sohlen Ruprecht an verstohlen …

„Familientreffen“ unterm Johannisberger Christbaum
Dienstag, 27.12.2016, Gottesdienst um 18:00 in der Schlosskirche, anschließend Treffen im Winzerhaus, Weingut Michael Gietz, Rosengasse 25, Geisenheim-Johannisberg

sicherlich sind auch Sie gerade bei den Vorbereitungen für das Weihnachtsfest. Sei es, dass Sie Koffer packen, um diese Tage bei Familie und Freunden außerhalb des Rheingaus zu verbringen, Geschenke für Ihre Lieben verpacken, an der Theke des Lebensmittelhändlers warten, um zu Hause mit Köstlichkeiten zum Fest aufwarten zu können oder dass Sie auf dem Weg zum Briefkasten sind, um zu sehen, wer Sie mit einem Gruß zur Weihnachtszeit bedenkt. Da möchten wir nicht im Briefkasten oder in der Mailbox fehlen. Wir wünschen Ihnen, Ihren Familien und Freunden ebenso frohe wie friedvolle Weihnachten!
Gleichzeitig laden wir Sie ein, sich mit Ihrer Geisenheimer Weinreimer-Familie am kommenden Dienstag, dem 3.Weihnachtsfeiertag, abends in Johannisberg zu treffen. Wer möchte, kann die Johannesweinsegnung in der Schlosskirche besuchen, bei der Pfarrer Kurt Weigel die Festansprache halten wird.
Anschließend treffen wir uns im Winzerhaus in der Rosengasse, wo bereits Tische für die Geisenheimer Weinreimer und unsere befreundeten Weinbruderschaften reserviert sind. Dabei werfen wir einen ersten Blick auf das, was für das Jahr 2017 im Kalender der Geisenheimer Weinreimer steht. Neugierig?!
Allen, die nicht bei unserer weihnachtlichen Runde teilnehmen können, wünschen wir auf diesem Weg einen guten Start in ein

glückliches, gesundes & weinfrohes 2017!

Ein Muss für alle Weinfreunde

Geisenheim. (sf) – Rheingau Echo vom 17.11.2016
Weinmesse und „Trophy“ der Geisenheimer Weinreimer lockte zahlreiche Besucher
Am Trophy-Stand schenkten die JuVinalen der Geisenheimer Weinreimer aus.

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 Sie ist längst kein Geheimtipp mehr und ein Muss für alle echten Weinfreunde: Zum 13. Mal konnten in der Geisenheimer Scheune Interessierte die Einzigartigkeit und Vielfalt der Geisenheimer Weine genießen. Das wurde dann auch gebührend gefeiert und die Gäste strömten von überall her. Wie zum Beispiel das Ehepaar Walter aus Wiesbaden, das seit Jahren die Weinpräsentation in Geisenheim besucht und sich zur Eröffnung der Präsentation ein Glas Sekt von der bekannten Geisenheimer Sektkellerei Bardong einschenken ließ.

Ganz besonders charmant ausgeschenkt wurden die Trophy-Weine in der Blindverkostung: Die Juvenalen der Weinreimer, die junge Garde der Weinbruderschaft, zu denen auch die Geisenheimer Weinmajestäten gehören, kredenzten die Weine der 11. Geisenheim Trophy, die in diesem Jahr ganz im Zeichen des Weißburgunder stand. Weinprinzessin Ayla Serbes freute sich über viele interessierte Besucher bei der Blindprobe.

„Wir haben ein Podium geschaffen, auf dem Weinfreunde, auch von außerhalb der Stadtgrenzen, Gelegenheit haben, ihre Kenntnis und ihr Wissen über die Einzigartigkeit Geisenheimer Weine zu verbessern und zu vertiefen. Es ist unser Ziel, neue Freunde für die Stadt Geisenheim und den Geisenheimer Wein zu gewinnen“, erklärte die Oberreimerin und erste Vorsitzende der Geisenheimer Wein-Reimer Donate Krappe im Rahmen der diesjährigen Weinmesse mit „Trophy“ der Geisenheimer Weinfreunde und zitierte damit auch die Satzung der Weinbruderschaft, die sich zur Aufgabe gemacht habe, den Weinanbau und das Image der Stadt Geisenheim gleichermaßen zu fördern. „Dieses Ziel der Geisenheimer Weinreimer ist ein sehr gutes Beispiel für ein erfolgreiches Zusammenwirken mit den ortsansässigen Geisenheimer Winzern für unsere liebenswerte Lindenstadt als internationale Stadt der Rebe und des Weines“, meinte auch Bürgermeister Frank Kilian, der traditionell zur der Präsentation der Geisenheimer Weinreimer gekommen war.

Überhaupt landeten die Geisenheimer Weinreimer wieder mal einen vollen Erfolg am vergangenen Sonntag mit ihrer schon zum Fixpunkt für alle Weinfreunde gehörenden „Geisenheimer Weinpräsentation“. Schon gleich zu Beginn der Weinmesse stürmten die Weinfreunde den schön dekorierten Raum in der Kulturscheune. Hier traf man sich beim Wein probieren und fachsimpeln an den Ständen der 13 Geisenheimer Winzer, denn neben dem Weingut Karlo Dillmann, Weingut Alexander Freimuth, Weingut George, Weingut Graf-Müller, Weingut Grimm, Weingut Hof Rheinblick, Biebers Weinkultur, Weingut Klose Werk 2, Weingut Sohns und Weingut Tannenhof , der Sektkellerei Bardong und dem Weingut Dr. Fehlow war in diesem Jahr auch wieder das Weingut der Forschungsanstalt Geisenheim vertreten. Und auch die Winzer genossen es sichtlich, mit den Gästen Gespräche zu führen und standen jedem gerne bei Fragen zur Verfügung. Die gab es reichlich, die vielen Gäste von nah und fern, die die Weinreimer begrüßen konnten, darunter auch Besucher aus Wiesbaden, Mainz und Frankfurt zeigten sich sehr interessiert an den vorgestellten Rebensäften. Da gab es sogar Besucher, die mit einem Clipchart unterwegs waren und die einzelnen Weine „abhakten“ und für sich selbst „benoteten“. Auch einige junge Studenten der Hochschule waren gekommen, um die guten Geisenheimer Rebensäfte kennen zu lernen. Doch egal, welchen Weg man auf sich genommen hatte: Alle Gäste an diesem Nachmittag waren von dem großen Angebot und vor allem von der Möglichkeit, zum 11. Mal die „Geisenheim Trophy“ zu vergeben, begeistert. Denn im Rahmen der vor einigen Jahren um die „Trophy“ erweiterten Messe hatten die Weinfreunde nicht nur Gelegenheit, das große Geisenheimer Weinspektrum fast aller einheimischen Winzer zu testen, die Vielfalt der Weine zu genießen, die Winzer vor Ort persönlich kennen zu lernen und mit Weinfreunden zu diskutieren, sondern auch einen ganz eigenen Lieblingswein zu küren. „Die Geisenheimer Weinreimer stellen eine anonyme Präsentation der Weine in der Blindverkostung sicher. Am Ende der Veranstaltung werden die jeweils zwei Weine mit den meisten Stimmen mit der „Geisenheim Trophy“ ausgezeichnet“, erklärte Donate Krappe, die Oberreimerin der Geisenheimer Weinreimer. Ergänzend zu den jeweils drei bis fünf Weinen, die die Winzer an ihren Ständen kredenzten, stellen acht einen Weißburgunder-Wein zur Trophy an. An einem eigenen „Trophy-Stand“ hatten die Juvenalen der Geisenheimer Wein-Reimer die Auswahl zur Blindverkostung angestellt, was auch den besonderen Reiz ausmachte. Zum Abschluss des Tages war dann klar: Platz 1 geht an das Weingut Tannenhof, Jürgen Schmitt, Geisenheim- Marienthal, Nummer 5 in der Weißburgunder-Blindverkostung. Platz 2 geht an das Weingut Erich Sohns, Geisenheim, die Probe Nr. 1 und der 3. Platz ging an die Hochschule Geisenheim University, die die Nummer 7 in der Blindverkostung hatte. Und schließlich konnten alle Teilnehmer auch noch etwas gewinnen: Ein glücklicher Probierer wird nämlich, ermittelt von der Geisenheimer Weinprinzessin Ayla Serbes aus den abgegebenen Proben-Stimmzetteln, jeweils eine Flasche aller blindverkosteten Weine als Gewinn erhalten, dann natürlich mit dem Original Winzer-Etikett.

Auch mal einen Weißburgunder

VERKOSTUNG 13. Geisenheimer Weinpräsentation der Scheune /
Weingut Tannenhof siegt bei Geisenheim Trophy –
RMP Rheingau Kurier, 15.11.16, Chr. Schulz, Fotos: RMB H. Margielski

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GEI­SEN­HEIM . Ei­gent­lich ist die Drei­zehn ja ei­ne Un­glücks­zahl. Nicht aber für die Gei­sen­hei­mer Wein­prä­sen­ta­ti­on – da macht die mys­ti­sche Zahl ih­rem Na­men im po­si­ti­ven Sin­ne al­le Eh­re, als die Prä­sen­ta­ti­on am Sonn­tag zum be­reits 13. Mal in der Scheu­ne am Stamm­sitz der Wein­rei­mer statt­fand.

Gei­sen­hei­mer Wein hat An­zie­hungs­kraft. Das be­ste Zei­chen da­für sind die Be­su­cher­zah­len der Prä­sen­ta­ti­on, die un­ter der Schirm­herr­schaft vom Bürg­er­meis­ter Frank Ki­li­an steht und die all­jähr­lich bis zu 150 Wein­lieb­ha­ber aus dem Rhein­gau und dem Rhein-Main-Ge­biet an­zieht. 80 Kar­ten wa­ren beim Vor­ver­kauf der Wein­rei­mer über den Tisch ge­gan­gen, vie­le Be­su­cher ka­men ganz spon­tan.

Zwölf Win­zer und ein Sekt­her­stel­ler

Ober­rei­me­rin Do­na­te Krap­pe zeig­te sich zu­frie­den über ein zu­neh­mend jun­ges Pro­ben­pu­bli­kum. Nicht nur in den Wein­gü­tern über­neh­me seit ge­rau­mer Zeit die näch­ste Win­zer­ge­ne­ra­ti­on mehr Ver­ant­wor­tung, auch die Ver­jün­gung durch die „Ju­Vi­na­len“, die Jung-Wein­rei­mer, zö­gen im­mer mehr jun­ge Wein­lieb­ha­ber nach. Man sei stolz auf die Kon­ti­nui­tät, mit der sich die Win­zer bei der Wein­prä­sen­ta­ti­on be­tei­lig­ten, ver­si­cher­te die Ober­rei­me­rin.

Er­le­se­ne Trop­fen in der Kul­tur­scheu­ne an­zu­bie­ten, das schrie­ben sich in die­sem Jahr zwölf Win­zer und ein Sekt­her­stel­ler auf die Fah­nen. Die Wein­gü­ter Hoch­schu­le Gei­sen­heim Uni­ver­si­ty, Hof Rhein­blick, werk2, Sohns, Tan­nen­hof, Bie­bers Wein­kul­tur, Dill­mann, Dr. C. Feh­low, Frei­muth, Geor­ge, Graf-Mül­ler, Grimm und die Sekt­kel­le­rei Bar­dong kre­denz­ten das Be­ste aus ih­ren Kel­lern. Bei der Gei­sen­heim Tro­phy, der Bild­ver­kos­tung, stell­ten sich in die­sem Jahr acht tro­cke­ne und halb­tro­cke­ne Weiß­burg­un­der der teil­neh­men­den Win­zer dem Pu­bli­kums­vo­tum.

Wein­prin­zes­sin Ay­la Ser­bes so­wie Ei­leen Zo­bus, An­ja Will und Kat­ha­ri­na Zart­ner von den „Ju­Vi­na­len“ füll­ten eif­rig die Pro­bier­glä­ser. Den Pu­bli­kums­lie­bling zu er­mit­teln und da­bei nur dem ei­ge­nen Ge­schmack zu fol­gen, ist je­des Jahr aufs Neue span­nend. Denn nur Vor­stands­mit­glied Bern­ward Herr­mann weiß, in wel­cher Fla­sche oh­ne Eti­kett wel­cher Wein steckt.

Ihm al­lein ist die Vor­be­rei­tung der Tro­phy-Pro­ben vor­be­hal­ten. „Das ist schon span­nend, wie sich das Pu­bli­kum ent­schei­det, denn der Weiß­burg­un­der ist ja noch mal was an­de­res als un­ser ge­lieb­ter Rhein­gau­er Ries­ling“, stell­te Prin­zes­sin Ay­la fest. Die Wahl­ur­ne füll­te sich zu­se­hends mit Stimm­zet­teln, die meis­ten Gäs­te wid­me­ten sich zu­erst der Blind­ver­kos­tung, be­vor es an den ge­müt­li­chen Teil der Win­zer­kost­pro­ben ging.

Erst­mals mit da­bei war Ste­fan Bie­ber, der mit Bie­bers Wein­kul­tur seit 2008 als Hob­by­win­zer zu den Gei­sen­hei­mer Wein­ma­chern ge­hört. „Als jun­ges Wein­gut hat man hier die tol­le Chan­ce sich zu prä­sen­tie­ren und be­kommt di­rek­te Re­so­nanz vom End­ver­brau­cher“, lob­te Bie­ber, der das har­mo­ni­sche Bei­sam­men­sein zwi­schen Win­zer­kol­le­gen und Wein­rei­mern schätzt. Es gin­ge nicht in er­ster Li­nie um den Ver­kauf, kons­ta­tier­te Jung­win­zer Mar­cel Dill­mann. Das Wich­tigs­te sei, da­bei zu sein, wenn was los sei in Gei­sen­heim.

Da­bei zu sein, war auch für ein Hat­ten­hei­mer Paar et­was Be­son­de­res: „Wir ha­ben die Kar­ten ge­won­nen und sind be­geis­tert von der Viel­falt der an­ge­bo­te­nen Wei­ne.“ Als pass­io­nier­te Ries­ling­lieb­ha­ber wa­ren sie in der Scheu­ne ge­nau rich­tig. „Da wir uns un­gern auf ei­nen Win­zer fest­le­gen, ha­ben wir hier die tol­le Ge­le­gen­heit auf klein­stem Raum in fa­mi­liä­rer Um­ge­bung Wei­ne zu kos­ten. Wo hat man sonst so ei­ne gro­ße Aus­wahl?“

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Weinpräsentation und Geisenheim Trophy 2016

2016-Trophy_PlakatEin farbenfroher Novembernachmittag

Liebe Geisenheimer Weinfreunde,
der November ist als grauer, trauriger Monat verschrien, Nebelschwaden drücken auf die Stimmung, nass-kalte Regentage machen die warme Stube zum beliebtesten Aufenthaltsort. Am Nachmittag der Geisenheimer Weinpräsentation jedoch strahlt die Sonne aus dem Glas, das die Geisenheimer Winzerinnen und Winzer mit dem Besten, was rund um Geisenheim wächst, füllen. Von Ahorn-, Ananas-, Apfel-, Aprikose-, Birne-, Butter-, Bernstein-, Flachs-, Melonen- bis Zitronengelb, von  Burgunder-, Cayenne-, Erdbeer-, Himbeer-,  Kirsch-, Lachs- bis Zwiebelschalenrot reicht die Farbpalette, mit der in diesem Jahr die Weingüter Dillmann, Dr. Fehlow, Freimuth, Gebrüder Grimm, George, Graf-Müller, Hochschule Geisenheim University, Hof Rheinblick, Klose_Werk2, Sohns, Tannenhof und die Sektkellerei Bardong dem grauen November zu Leibe rücken. Erstmals bereichert Stefan Bieber, Biebers Weinwelt, den Wein-farbenfrohen Nachmittag!
Als Schirmherr läutet Bürgermeister Frank Kilian die Farbsinfonie der Geisenheimer Weine ein.
Das Thema der Geisenheim Trophy, der Blindverkostung, ist im diesem Jahr: Weißburgunder. Hier gilt es, den persönlichen Lieblingswein aus der Vielzahl der Proben „herauszuschmecken“ und seinen Stimmzettel auszufüllen. Am Ende des Nachmittags, nach der Auswertung aller Stimmen, wartet wieder ein Paket mit allen zur Wahl stehenden Weißburgundern auf den glücklichen Gewinner. Die oder den Glücklichen wird Ayla Serbes, Geisenheimer Weinprinzessin, Weinreimerin und Fortuna, aus der Lostrommel fischen.
Genießen Sie mit uns das Beste aus Geisenheims Keller
  Donate Krappe                                       Michaela Eser
  – Oberreimer –                                   – Zeremonienmeister –

Zur Weinpräsentation am Sonntag, den 13.November 2016, 14:00 – 18:00  melde ich mich/ wir uns verbindlich an:
Weinpräsentation 10,00 EUR  im Vorverkauf und 12,00 EUR  an der Tageskasse
Der o.a. Beitrag umfasst die Weinprobe (rund 50 Weine und Sekte sind zu verkosten), die Teilnahme an der Blindverkostung, Mineralwasser und Brötchen.
Anmeldung bis spätestens, Freitag, den 12.11.16
über unsere Homepage www.geisenheimerweinreimer.de Rubrik: Aktuelles
oder E-Mail oberreimer@geisenheimerweinreimer.de

In 12 Weinen um die Welt

  • eine Wein-Weltreise mit den Geisenheimer JuVinalen
    Samstag, 29.10.2016, 19:00 Katholisches Pfarrzentrum Geisenheim, Zollstraße 8

Dann gilt es. Ein Mann, der nicht einen Fuß außerhalb Englands [bzw. des Rheingaus] gesetzt hat, will die Welt umrunden. In der Tat, das verspricht amüsant zu werden.“ (nach Jules Verne)

Liebe Weinfreunde,
wollten Sie nicht auch schon immer mal eine Weltreise machen? Packt Sie nicht auch manchmal das Fernweh und Sie möchten exotische Länder und fremde Kulturen entdecken? Ja?! Na dann, auf geht’s! Denn genau zu einer solchen Reise möchten wir Sie einladen! Und das Beste daran ist: Sie müssen den Rheingau dazu gar nicht verlassen, denn wir schicken in erster Linie Ihre Geschmacksnerven auf die Reise. Wir Geisenheimer JuVinalen möchten Sie mitnehmen und mit Ihnen „In 12 Weinen um die Welt“ reisen. Wer jetzt an Jules Vernes „In 80 Tagen um die Welt“ denkt: Keine Sorge, einen Wettlauf gegen die Zeit wie im Roman wollen wir nicht bestreiten. Es bleibt genug Zeit, die edlen Tropfen zu verkosten und – wie auf einer Reise – eine ganze Menge Spannendes über die Herkunftsländer zu erfahren. Sie werden staunen, welche Unterschiede sich beim An- bzw. Ausbau der Weine feststellen las-sen und wie verschieden die Geschmäcker rund um den Globus sind. Und wir werden sicher auch das ein oder andere Land „bereisen“, das Sie bisher nicht mit Wein in Verbindung ge-bracht haben. Für den Reiseproviant ist in Form von einem wärmenden Süppchen und leckeren Rheingauer Tapas gesorgt.

Wenn wir Ihre Abenteuerlust geweckt haben und Sie uns auf dieser Wein-Weltreise begleiten möchten, dann buchen Sie jetzt! Wir freuen uns auf einen gemütlichen gemeinsamen Abend mit internationalem Flair und hoffen auf Ihr Kommen!

Ihre Geisenheimer JuVinalen 

Zur „Wein-Weltreise“ am Samstag, den 29. Oktober 2016 im katholischen Pfarrzentrum in Geisenheim, Zollstraße 8, melden Sie sich bitte verbindlich an:

Mitglieder: 25,00 EUR und Gäste: 29,50 EUR

Ihr Wein-Weltreise- Ticket ist „all-inklusive“ (Weinprobe, Speisen, Mineralwasser)

27. Geisenheimer Wein-Reimer-Tag

„Familien“-Abend auf den Spuren der Burgunder-Rebsorten

Samstag, 15.10.16,
17:30 Investitur, Kulturtreff die Scheune, Beinstraße, Geisenheim und
ab 19:00 Katholisches Pfarrzentrum, Geisenheim am Dom

Liebe Weinfreunde,
der Geisenheimer–Weinreimertag ist der „höchste Festtag“ unseres Weinfreundeskreises, ein Tag, an dem sich die ganze „Familie“, unsere Mitglieder und Freunde, an einem Tisch versam-meln und die neuen Familienmitglieder, die neuen Geisenheimer Weinreimer, kennenlernen.

Die festliche Weinprobe an diesem Abend steht auch ganz im Zeichen einer „Familie“, einer weitverzweigten Rebsorten-Familie: der Burgunder. Ein traditionsreicher und veränderungs-freudiger Rebsorten-„Clan“, eine Klasse für sich. Ein wichtiges Mitglied dieses „Clans“ die Spät-burgunderrebe ist mit den Zisterziensern hier im Rheingau angekommen und fühlt sich seit-dem hier heimisch. Längst sind auch ihre Geschwister und Cousins, wie Weißburgunder und Chardonnay, im Rheingau verwurzelt.

Mit der Weinprobe werden wir auch einen vinologischen Blick in die Heimat der Burgunder werfen. Wir kosten, was diese mit ihren hiesigen Verwandten gemeinsam haben oder, was sie von einander unterscheidet. Das Reizvolle an „Familientagen“ ist bekanntlich festzustellen, wer wem ähnlich sieht oder – bei unserer Weinprobe – ähnlich schmeckt.

Dazu genießen wir ein herbstliches Mehrgangmenu, das die Vorzüge der Burgunder heraus-streicht und die Weinprobe kulinarisch abrundet.

Kalender

 

… denn das Gute wächst so Nahe

Details zu unserer Weinstudienfahrt an die Nahe.

Wir starten am Samstag, den 10. September um 8:30 am Möbelhaus Henrich in Geisenheim und fahren von dort aus zu unserem südlichsten Reiseziel, Meddersheim an der Nahe. Dort begrüßt uns mit Herrn Baumberger ein „Geisenheimer“ im Wein- und Sektgut Baumberger. Gemeinsam mit seiner Frau gibt er uns einen Einblick in seine Arbeit und stellt sein Weingut in einer ausführlichen Probe vor.

Beschwingt fahren wir weiter nach Norden, um in Bad Kreuznach, im Gasthaus im Oranienpark einen kleinen Mittagsimbiss einzunehmen. Die Weinkarte bietet eine große Auswahl an Naheweinen, eine kleine Entschädigung dafür, dass wir nicht alle Winzer entlang der Nahe besuchen können.

Nach einem Essen soll man bekanntlich ruhen oder tausend Schritte tun. Wir haben uns für die Schritte entschieden und begleiten Frau Frey, unsere Stadtführerin, durch Parks, Geschichte und enge Gassen Bad Kreuznachs. Wer lieber ruhen möchte, kann dies am Haus des Gastes tun, dem Start- und Zielpunkt unserer Wanderung.

Wir lassen Bad Kreuznach hinter uns und fahren nach Bretzenheim, wo im Weingut Montigny eine Weinprobe auf uns wartet.

Den Abschluss unserer kleinen Fahrt entlang der Nahe bildet das Weingut Sitzius in Langenlonsheim. In dessen Gutsausschank warten saisonale Leckereien auf uns. Wenn das Wetter uns hold ist, sitzen wir im schön gestalteten Innenhof und lassen den Tag an der Nahe ausklingen.

Wir freuen uns an der „Bushaltestelle“                                               

Zur Wein-Studienfahrt an die Nahe am Samstag, den 10. Sept 2016 ab 08:30, Abfahrt am Möbelhaus Henrich:                                 Mitglieder und Gäste       75,00 EUR

Der Beitrag umfasst die Fahrt mit dem Bus, die Teilnahme an allen Weinproben  (einschl. Mineralwasser und Brot), sowie die Teilnahme an der Stadtführung in Bad Kreuznach. Für Mittagsimbiss und Abendessen ist eine kleine Karte für uns vorbereitet, von der Sie nach eigenem Gusto wählen. Die Abrechnung erfolgt jeweils direkt mit dem Gastgeber (Gasthaus im Oranienpark bzw. Weingut Sitzius).

Bis spätestens, Freitag, den 09. September 16

über unsere Homepage www.geisenheimerweinreimer.de Rubrik: Aktuelles

oder E-Mail oberreimer@geisenheimerweinreimer.de

Sogar das Wetter macht diesmal mit

Geisenheim (von Christina Schultz)

Beim 68. Lindenfest, das Traditionsfest der Geisenheimer, machte auch das Wetter mit, sogar die grünen LindenfIMG_0250est-Fächer kamen am Montag gebührend zum Einsatz. Mit dem vierten Tag des Lindenfestes verbinden die Einheimischen eine besondere Gepflogenheit, bei der es vor allem während der Stunde der Heimat und bei der Verleihung des Goldenen Lindenblattes um die Geisenheimer und ihre Tradition geht. Der Montag steht im Zeichen der älteren Generation. Doch alle, Jung und Alt feiern gemeinsam den Ausklang des Festes und rücken auf den Bänken unter der großen Linde zusammen. Organisationsteam ist immer ansprechbar „Wir haben uns selbst die Daumen gedrückt, dass das Wetter mitspielt, die Veranstaltung gut läuft und dass alle, die mitmachen, zufrieden sind. Es hat geklappt“, resümiert Organisationsleiter Dirk Klinner. Er ist stolz auf sein Lindenfest-Team, das ganze Arbeit geleistet hat und die Philosophie vertritt, immer ansprechbar zu sein für alle, die sich beim Fest beteiligen. Das sei zwar sehr aufwendig und anstrengend, doch die positive Resonanz der mitwirkenden Standbetreiber, Winzer und Schausteller gebe der Arbeitsgruppe recht. „Auch wir selbst haben uns dabei wohlgefühlt, es war ein rundum gelungenes Fest“, konstatiert Klinner. Doch noch sind die fabelhaften Tage nicht vorbei, es geht in die letze Runde. Moderator Wolfgang Blum hat durch Oberreimerin Donate Krappe charmante Unterstützung auf der Bühne. Seit 2015 wird die Stunde der Heimat von den Geisenheimer Weinreimern gemanagt. Die Senioren der Stadt und die runden Jahrgänge sind gespannt auf ihren Nachmittag und erfreuen sich an einem bunten Festprogramm der vor allem jungen Generation. Im Mittelpunkt steht die Vorstellung der runden Geburtsjahrgänge. Darunter auch 1946, der Jahrgang von Donald Trump, 1936 oder 1929, dem Geburtsjahr von Marilyn Monroe. „Peter komm auf die Bühne, da gehörst du dazu“, bittet Wolfgang Blum verschmitzt Peter Koblitz zu sich. Dies ist an diesem Nachmittag nicht der einzige Auftritt des rüstigen 90-Jährigen. Nach einem musikalischen Intermezzo des Cäcilienvereins Geisenheim unter Stefan Dohmes schreitet Bürgermeister Frank Kilian zur feierlichen Verleihung des Goldenen Lindenblattes. Seit 1958 werden damit zum Lindenfest Menschen ausgezeichnet, die sich ehrenamtlich und in besonderer Weise fIMG_0251ür die gute Sache oder für andere einsetzen. Mit der Verleihung sollten vor allem junge Leute motiviert werden, wie die ausgezeichneten Persönlichkeiten ebenfalls Vorbildliches zu leisten, eröffnet der Rathauschef die Ehrung. Das erste Lindenblatt 2016 ging an die Medizinerin Käte Hoffmann, die als Entwicklungshelferin arbeitete und später viele Jahre als Amtsleiterin des Kreisgesundheitsamtes Rheingau-Taunus tätig war. Ihr jahrzehntelanges, soziales Engagement reicht von der Mitarbeit in kirchlichen Einrichtungen wie des Kirchenvorstandes Geisenheim, der Synode der evangelischen Kirche Hessen Nassau, dem Dekanatssynodalvorstand und dem Diakonieverein Geisenheim. Sie widmete ihr Engagement Bedürftigen im Kreis und ist im Rahmen der Flüchtlingshilfe als Deutschlehrerin aktiv. Bessere Busverbindungen in die Stadtteile als Aufgabe Das zweite Lindenblatt ging an Peter Koblitz. Als Ehrenortsvorsteher von Marienthal hatte er sich 1989 die Verbesserung der unzulänglichen Busverbindungen in die Stadtteile zur Aufgabe gemacht und bestens gelöst. Die Komfort-Busse, die deshalb seit 25 Jahren in Geisenheim verkehren, sind aus dem öffentlichen Personen-Nahverkehr nicht mehr wegzudenken. Auch das Konzept des Anruf-Sammel-Taxis mit seinen 45 Haltestellen geht auf seine Initiative zurück. In anderen Gremien, Vereinen und Verbänden ist Peter Koblitz lange Jahre ebenso aktiv gewesen.

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