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Vom Rhein zum Goetheblick Weinlagen-Wanderung zur Einweihung des Geisenheimer Weinlehrpfads

Geisenheimer Weinlagen-Wanderung,
Samstag, 30. Juni, 13.30-17:30 Uhr,
Start: Weinprobierstand am Rheinufer, 15 Euro (inkl. Sekt und Weine, Mineralwasser & Geisenheim Glas)

15 Winzer aus Geisenheim, Marienthal und erstmals auch Johannisberg (!) laden am Samstag, 30. Juni, gemeinsam mit den Geisenheimer Weinrei- mern zur Geisenheimer Weinlagenwanderung ein.

Die Tour „Vom Rhein zum Goetheblick“ führt durch die Weinlagen der  internationalen Stadt des Weines und der Reben. Nach dem Begrüßungssekt am Weinprobierstand am Rhein gibt der Geisenheimer Bürgermeister Christian Aßmann den Startschuss für die Wanderung.

Ab 13.30 Uhr geht es am Schlossgarten vorbei durch Stadt und Hochschu- le Geisenheim University, über Rothenberg und Morschberg bis zum Goe- theblick auf dem Johannisberg.

Entlang der Rebenroute schenken vierzehn Winzer an sieben Stationen je einen Wein aus.

Wolfgang Blum, Rheingauer Kultur- und Weinbotschafter, Bernhard Gaubatz, Mitglied im Vorstand des Ortsvereins der Geisenheimer Winzer und Donate Krappe, Oberreimerin begleiten die Wanderung.

Die Wanderung (12 Kilometer, 100 Höhenmeter) dauert inklusive sieben Probenstopps etwa vier Stunden. Die Teilnahme kostet 15 Euro p.P. (inklusive 1 Sekt, 14 Weine, Mineralwasser, Brot & Geisenheim Glas). Anmeldung ist nicht nötig! Die Tour findet bei jedem Wetter statt. Informationen unter www.geisenheimer-weinreimer.de.

Lorcher Weinjunker und Geisenheimer Weinreimer präsenteren Rheingau Cuvées

Bericht Wiesbadener/Rheingau-Kurier – 26.3.2018 Ingeborg Toth


GEISENHEIM – Was eine Cuvée ist, musste dem Publikum im schönen neuen Saal des katholischen Pfarrzentrums Heilig Kreuz keiner erklären. Alle waren fachkundig oder gar vom Fach. Fünfzig Interessierte buchten am Samstagabend eine originelle Probe mit zwölf verschiedenen Weinen, von denen jeder aus zwei oder drei Rebsorten zusammengestellt war – allesamt Cuvées aus dem Rheingau.

Eine Fachfrau und ein Hobbywinzer moderieren

Die „Lorcher Weinjunker“ und die „Geisenheimer Weinreimer“ luden zur Weinprobe ins Pfarrzentrum. Beide Wein-Freundeskreise kooperieren schon seit Jahren. Man trifft sich mal in Lorch und mal in Geisenheim. Diesmal unter dem Motto: „Die Mischung macht’s“. Gemischt auch das Moderatoren-Duo: Eine Fachfrau und ein Hobbywinzer machten ihre Sache großartig. Die Lorcher „Hälfte“ der Cuvée hieß Carolin Weiler, Studentin der Internationalen Weinwirtschaft an der Hochschule Geisenheim und einst Lorcher Weinkönigin. An ihrer Seite Geisenheims Bürgermeister Christian Aßmann – im vergangenen Jahr mit 80 Prozent der Stimmen gewählt. Er wusste viel über Rheingauer Weingüter zu erzählen. Der Bürgermeister erwies sich als exzellenter Botschafter derer, die Cuvées als Kunstform entwickelt haben. Die kommen auch aus seinem eigenen Beritt, etwa Schumann-Nägler mit einer Melange aus Riesling, Grau- und Weißburgunder. Oder das Weingut Alexander Freimuth, das einen 2017er Sauvignon Blanc elegant mit einem Pinot Blanc gepaart hat.

Bei der Vorbereitung der einfallsreichen Weinprobe wurde der Rheingau regelrecht „gescannt“ – von Försheim-Wicker bis nach Lorch fanden sich interessante Produkte. Einen Riesling, Pinot Blanc und Chardonnay mischen, wie es etwa Schönleber-Blümlein in Winkel tut? Der überzeugende Wein trägt den Namen „Generation S“ – wie die besten des Weinguts. Auch so blumige Sorten wie Gelber Muskateller und Scheurebe wurden dem klassischen Riesling zugesellt. Es kam ein überzeugendes „Trio trocken“ dabei zustande, von Offenstein Erben in Eltville produziert.

Menü hätte von einem Sternekoch sein können

Viel Zuspruch beim Publikum fand ein Rosé feinherb, aus Spätburgunder- und St. Laurent-Reben von Udo Ott in Frauenstein – mit interessanter Farbe. Handgelesen, so war zu erfahren, sind die Cabernet Sauvignon-, Merlot-, und Spätburgunder-Trauben, aus denen das Lorcher Weingut Laquai eine „Cuvée Vinum Mandelberg“ zusammengestellt hat. Nicht nur diese Cuvée hatte das Zeug dazu, als Komposition internationalen Zuschnitts unter die Leute gebracht zu werden.

Zur Probe wurde in der Küche des Pfarrzentrums ein Menü gezaubert, das von einem Sternekoch hätte stammen können. Der Zwischengang war die gelungene Weiterentwicklung des italienischen Klassikers „Saltimbocca“: alle Zutaten zu einem Paket verschnürt, das mit zwei Basilikum-Blättern garniert die Form eines Apfels hatte, auf Tagliatelle gesetzt.

Mitgliederversammlung der Geisenheimer Weinreimer Weingut Tannenhof – Neue und vertraute Gesichter im Vorstand der Geisenheimer Weinreimer

Bei der Mitgliederversammlung der Geisenheimer Weinreimer, die am 27. Februar 2018 im Weingut – Tannenhof stattfand, standen die Vorstandswahlen im Mittelpunkt des Abends.

In ihrem Amt bestätigt wurden die Vorstandsmitglieder: Oswald Semmler und die Vertreter der JuVins, der jungen Geisenheimer Weinreimer, Ayla Serbes, Anja Will und Katharina Zartner. Neu dabei ist Angela Schneider. Das Amt des Schatzmeisters begleitet für drei weitere Jahre Thomas Magnus aus Geisenheim. Als Schreibmeister wurde Dr. Rolf-Georg Rauscher bestätigt. Donate Krappe wurde von den Mitgliedern erneut als Oberreimerin gewählt.

Nach den Vorstandswahlen hatten Michaela Eser, Zeremonienmeisterin (2. Vorsitzende) und Donate Krappe das Vergnügen, die Geisenheimer Weinprinzessin Leonie Lippert in die Reihen der Geisenheimer Weinreimer aufzunehmen.

Donate Krappe – Oberreimer, Leonie Lippert – Geisenheimer Weinprinzessin, Michaela Eser – Zeremonienmeister

Der Gastgeber der Mitgliederversammlung Jürgen Schmitt, Weingut Tannenhof, und seine Frau Gisela konnten für 20 Jahre Mitgliedschaft bei den Geisenheimer Weinreimern geehrt werden.

Ehrung Gisela und Jürgen Schmitt für 20 Jahre Mitgliedschaft

Donate Krappe, Oberreimer

Da lachte das Herz der Weinfreunde

Weinmesse und „Trophy“ der Geisenheimer Weinreimer ist ein Muss für Weinliebhaber
Rheingau Echo Nr. 46 • 16. November 2017 – Geisenheim – Seite 24

Geisenheim. (sf) –Sie ist längst kein Geheimtipp mehr und ein Muss für alle echten Weinfreunde. Bereits zum 14. Mal konnten am letzten Sonntag in der Geisenheimer Scheune Gäste von nah und fern die Einzigartigkeit und Vielfalt der Geisenheimer Weine genießen. Das wurde dann auch gebührend gefeiert und die Gäste strömten von überall her. Ganz besonders charmant ausgeschenkt wurden die Trophy-Weine in der Blindverkostung: Die Juvinalen der Weinreimer, die junge Garde der Weinbruderschaft, zu denen auch die Geisenheimer Weinmajestäten gehören, kredenzten die Weine der 12. Geisenheim Trophy, die in diesem Jahr ganz im Zeichen des trockenen Lagenweines stand. Auch die Geisenheimer Weinprinzessin Leonie und später auch Weinkönigin Ayla Serbes freuten sich über viele interessierte Besucher bei der Blindprobe.

„Wir haben ein Podium geschaffen auf dem Weinfreunde, auch von außerhalb der Stadtgrenzen. Gelegenheit haben, ihre Kenntnis und ihr Wissen über die Einzigartigkeit Geisenheimer Weine zu verbessern und zu vertiefen. Es ist unser Ziel, neue Freunde für die Stadt Geisenheim und den Geisenheimer Wein zu gewinnen”, erklärte die Oberreimerin und erste Vorsitzende der Geisenheimer Wein-Reimer Donate Krappe im Rahmen der diesjährigen Weinmesse mit “Trophy“ der Geisenheimer Weinfreunde und zitierte damit auch die Satzung der Weinbruderschaft, die sich zur Aufgabe gemacht habe, den Weinanbau und das Image der Stadt Geisenheim gleichermaßen zu fördern. „Dieses Ziel der Geisenheimer Weinreimer ist ein sehr gutes Beispiel für ein erfolgreiches Zusammenwirken mit den ortsansässigen Geisenheimer Winzern”, meinte auch Landrat Frank Kilian, der seit vielen Jahren Schirmherr der Veranstaltung ist und es sich auch als Mitglied der Weinreimer nicht nehmen ließ, traditionell zur der Präsentation der Geisenheimer Weinreimer zu kommen und ein Grußwort zu sprechen. Auch sein Nachfolger im Amt des Geisenheimer Bürgermeisters Christian Aßmann gehörte zu den Gästen der Weinreimer und freute sich über die gelungene Veranstaltung mit viel Werbepotential “für unsere liebenswerte Lindenstadt als internationale Stadt der Rebe und des Weines“. Überhaupt landeten die Geisenheimer Weinreimer wieder mal einen vollen Erfolg am vergangenen Sonntag mit ihrer schon zum Fixpunkt für alle Weinfreunde gehörenden „Geisenheimer Weinpräsentation“. Schon gleich zu Beginn der Weinmesse stürmten die Weinfreunde den schön dekorierten Raum in der Kulturscheune. Hier traf man sich beim Wein probieren und fachsimpeln an den Ständen der diesmal 14 Geisenheimer Winzer, denn neben dem Weingut Karlo Dillmann, Weingut Alexander Freimuth, Weingut George, Weingut Graf-Müller, Weingut Biebers Weinkultur, Weingut Klose Werk 2, Weingut Sohns und Weingut Tannenhof, der Sektkellerei Bardong und dem Weingut Dr. Fehlow und University Geisenheim war in diesem Jahr auch erstmals das junge Weingut „Trinks-Trinks“ vertreten. Und auch die Winzer genossen es sichtlich, mit den Gästen Gespräche zu führen und standen jedem gerne bei Fragen zur Verfügung. Die gab es reichlich, die vielen Gäste von nah und fern, die die Weinreimer begrüßen konnten,  darunter auch Besucher aus Wiesbaden, Mainz und Frankfurt zeigten sich sehr interessiert an den vorgestellten Rebensäften. Da gab es sogar Besucher, die mit einem Clipchart unterwegs waren und die einzelnen Weine “abhakten“ und für sich selbst ”benoteten”. Auch einige junge Studenten der Hochschule waren gekommen, um die guten Geisenheimer Rebensäfte kennen zu lernen. Doch egal, welchen Weg man auf sich genommen hatte: Alle Gäste an diesem Nachmittag waren von dem großen Angebot und vor allem von der Möglichkeit zum 12 Mal die „Geisenheim Trophy“ zu vergeben, begeistert. Denn im Rahmen der vor einigen Jahren um die “Trophy” erweiterten Messe hatten die Wenfreunde nicht nur Gelegenheit das große Geisenheimer Weinspektrum fast aller einheimischen Winzer zu testen, die Vielfalt der Weine zu genießen, die Winzer vor Ort persönlich kennen zu lernen und mit Weinfreunden zu diskutieren, sondern auch einen ganz eigenen Lieblingswein zu küren. “Die Geisenheimer Weinreimer stellen eine anonyme Präsentation der Weine in der Blindverkostung sicher. Am Ende der Veranstaltung werden die jeweils zwei Weine mit den meisten Stimmen mit der “Geisenheirn Trophy” ausgezeichnet” erklärte Donate Krappe, die Oberreimern der Geisenheimer Weinreimer. Ergänzend zu den jeweils vier bis fünf Weinen, die die Winzer an ihren Ständen kredenzten, stellen zehn einen trockenen Lagenwein zur Trophy an. An einem eigenen “Trophy-Stand“ hatten die Juvinalen der Geisenheimer Wein-Reimer die Auswahl zur Blindverkostung angestellt, was auch den besonderen Reiz ausmachte. Zum Abschluss des Tages war dann klar: Platz 1 ging an das Weingut George für die Nr. 8 in der Blindverkostung, einen 2016 Rüdesheimer Berg Bischofsberg. Platz 2 belegte das Weingut Erich Sohns, das die Nummer 4 in der Blindverkostung hatte einen 2016 Kiedricher Sandgrub Riesling trocken. Und schließlich konnten alle Teilnehmer auch noch etwas gewinnen: Ein glücklicher Probierer wird nämlich, ermittelt von Vorstandsmitglied Katharina Zartner aus den abgegebenen Proben-Stimmzetteln wird jeweils eine Flasche aller zehn blindverkosteten Weine als Gewinn erhalten, dann natürlich mit dem Original Winzer-Etikett.

 

Anm. der Internet-Redaktion der Geisenheimer Wein-Reimer:

Es gibt DREI „Trophy-Sieger“ und es sind:

GoldWeingut George, Geisenheim
(Nr. 8 in der Blindverkostung) für einen
2016 Rüdesheimer Berg Bischofsberg
Riesling Erstes Gewächs trocken

Silber: Biebers Weinkultur, Geisenheim
(Nr. 10 in der Blindverkostung) für einen
2016 Kiedricher Sandgrub,
Riesling trocken

Bronze: Weingut Grimm, Geisenheim
(Nr. in der Blindverkostung 4) für eine
2015 Rüdesheimer Berg Roseneck,
Riesling Spätlese trocken

Locker und gesellig: Geisenheimer Weinpräsentation in der Scheune

„Ku­sche­lig, an­ge­nehm und sehr per­sön­lich“ ist es am Sonn­tag bei der Gei­sen­hei­mer Wein­prä­sen­ta­ti­on zu­ge­gan­gen. Zwölf Ver­tre­ter der Gei­sen­hei­mer Wein­rei­mer ver­sorg­ten 120 Be­su­cher mit über 70 zu pro­bie­ren­den Wei­nen. Zehn Wein­gü­ter ha­ben sich an der Blind­ver­kos­tung be­tei­ligt.


VRM-Kurier, 14.11.2017
, Fo­to: RMB/Heinz Mar­giel­sky

Je­der Be­su­cher konn­te mit ei­nem Wahl­schein sei­ne drei Lie­blings­wei­ne be­stim­men.

„Das Feld war so eng be­setzt wie nie“, sag­te die er­ste Vor­sit­zen­de der Wein­rei­mer, Do­na­te Krap­pe, nach der Aus­wer­tung. Bron­ze hol­te das Wein­gut Grimm für ei­ne 2015er Ries­ling Spät­le­se tro­cken (Rü­des­hei­mer Berg Ro­sen­eck). Sil­ber ging an Bie­bers Wein­kul­tur für ei­nen 2016er Ries­ling tro­cken (Kie­dri­cher Sand­grub). Die gold­ene Gei­sen­heim Tro­phy für den be­lieb­tes­ten tro­cke­nen La­gen­wein hol­te das Wein­gut Geor­ge für ei­nen 2016er Ries­ling Er­stes Ge­wächs tro­cken (Rü­des­hei­mer Berg Bi­schofs­berg).

 

 

 

Tatjana Schmidt aus Walluf ist die neue Rheingauer Weinkönigin

http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/rheingau/geisenheim/tatjana-schmidt-aus-cwalluf-ist-die-neue-rheingauer-weinkoenigin_18168318.htm

VRM – 09.09.2017 – von Sascha Kirchner

GEISENHEIM – Die 67. Rheingauer Weinkönigin heißt Tatjana Schmidt und kommt aus Walluf. Die 24-jährige Weinbaustudentin wurde am Samstagabend bei der von Wolfgang Junglas moderierten Veranstaltung „Rheingau Royal“ in Schloss Johannisberg gekürt. Ihre beiden Kontrahentinnen Janine Helbig (23) aus Eltville und Alexandra Unger (20) aus Geisenheim fungieren damit als Tatjanas Weinprinzessinnen.

Schmidt studiert in Geisenheim Weinbau & Oenologie und war bis zu ihrer kürzlichen Abdankung seit 2014 Wallufer Ortsweinkönigin. Zu den ersten Gratulanten gehörte denn auch Wallufs Bürgermeister Manfred Kohl, der zwar wegen interner Querelen künftig keine Ortsweinkönigin hat, dafür eine Rheingauer. „Ich bin von Tatjanas Persönlichkeit und Ausstrahlung fest überzeugt und heute Abend mehr als zufrieden“, sagte Kohl.

 

Geisenheimer Wein-Reimer be­wir­te­ten das Pu­bli­kum mit ge­spen­de­ten Worscht­zip­peln, Weck’ und Wei­nen bei der Stunde der Heimat

Lokales – VRM Rheingau Kurier
19. 07. 2017

Zwei Vorbilder ausgezeichnet

LINDENFEST Silke Krischke und Günther Fuchs erhalten Goldenes Lindenblatt in der „Stunde der Heimat“

Von Christ­ine Dress­ler

GEI­SEN­HEIM. Den Schluss-Hö­he­punkt des Lin­den­fes­tes setzt tra­di­tio­nell die Dop­pel-„Stun­de der Hei­mat“. Sie gip­felt in der Ver­lei­hung des Gol­de­nen Lin­den­blatts an zwei über­durch­schnitt­lich en­ga­gier­te Gei­sen­hei­mer.

Beim jetzt 69. Lin­den­fest er­hiel­ten Günt­her Fuchs und Sil­ke Krisch­ke die Aus­zeich­nung, die der Kar­ne­val- und Hei­mat­ver­ein und die Stadt 1958 ins Le­ben rie­fen. Was Krisch­ke er­bat – ein neu­es Do­jo fürs Ju­do­trai­ning –, ließ die Fei­ers­tun­de vor dem ge­mein­sa­men „Gei­sen­hei­mer Lied“ in to­sen­dem „Wir un­ter­stüt­zen den Wunsch“-Ap­plaus al­ler Ge­ne­ra­tio­nen en­den.

Da­vor hat­ten die Zu­schau­er ein bun­tes Pro­gramm be­ju­belt, das Wolf­gang Blum und Do­na­ta Krap­pe von den Wein­rei­mern mo­de­rier­ten. Die­se be­wir­te­ten auch das Pu­bli­kum mit ge­spen­de­ten Worscht­zip­peln, Weck’ und Wei­nen.

Nach­dem die Er­ste Stadt­rä­tin Mar­ti­na Spring und die Wein­ma­jes­tä­ten die Men­ge be­grüßt hat­ten, be­zau­ber­te der Twist-Tanz der Blau­bach­kin­der­gar­ten-Kin­der eben­so wie die da­nach auf­tre­ten­den Ar­che-No­ah-Kin­der mit dem Lied „Al­le Kin­der die­ser Er­de“. Spä­ter er­ober­te das Jo­han­nis­ber­ger Trio „Dre­am­dan­cer“ die Büh­ne. 1848 als er­ster Män­ner­ge­sang­ver­ein im Rhein­gau-Tau­nus ge­grün­det, über­zeug­te „Cä­ci­lia“ mit ex­tra für den An­lass von Chor­lei­ter Ste­fan Do­mes ar­ran­gier­ten Lie­dern wie „Über­all blü­hen Ro­sen“ oder „Quan­do quan­da“. Da­zwi­schen bat Blum nach und nach al­le run­den Jahr­gän­ge, von den Drei­ßi­gern bis zu den Neun­zi­gern, auf die Büh­ne und in­for­mier­te über die Er­eig­nis­se in ih­ren Ge­burts­jah­ren. Zu­letzt hol­te Blum al­le 95-Jäh­ri­gen zu sich und er­zähl­te, was 1922 präg­te: un­ter an­de­rem das At­ten­tat auf Au­ßen­mi­nis­ter Rat­he­nau in Ber­lin oder der Phy­sik-No­bel­preis für Ein­stein.

Das von Gold­schmie­din Ni­co­le Alej­nic­zew 2015 neu kreiier­te Lin­den­blatt steck­te Mar­ti­na Spring den Aus­ge­zeich­ne­ten Krisch­ke und Fuchs zur Ur­kun­de nach um­fang­rei­cher Lau­da­tio an. Spring konn­te aus Zeit­grün­den nur Fuchs’ wich­tigs­te sei­ner zahl­rei­chen eh­ren­amt­li­chen Funk­tio­nen auf­zäh­len. Zum Bei­spiel en­ga­giert sich der 87-jäh­ri­ge Tal­stadt-Eh­ren­orts­vor­ste­her seit 1990 als Grün­der im För­der­ver­ein-Vor­stand Rhein­gau-Sta­di­on, im Ver­eins­ring-Vor­stand und im Ar­beits­te­am fürs His­to­ri­sche Stadt­spek­ta­kel, grün­de­te den er­sten Frau­en­fuß­ball­club Gei­sen­heims, war be­reits als Un­ter­neh­mer im Hand­wer­ker- und Ge­wer­be­ve­rein ak­tiv, in der SPD Jo­han­nis­berg, im Kreis­tag und en­ga­gier­te sich mit Ehe­frau Ver­oni­ka für den Eh­ren­fried­hof. Fuchs ver­sprach, sich wei­ter zu en­ga­gie­ren – mit gro­ßem Dank für die „Eh­re“ und vor al­lem an sei­ne Frau. Er wünsch­te sich, „dass vie­le Mit­glied in ei­nem Ver­ein wer­den“.

Ih­re Er­fol­ge brin­gen al­le zum Stau­nen

Ganz auf Ju­do konn­te Blum sei­ne Lau­da­tio kon­zen­trie­ren: „Wir müs­sen uns ins Acht neh­men, dass Sil­ke uns nicht aufs Kreuz legt“, kün­dig­te er die 49-jäh­ri­ge Aus­nah­mef­rau an und brach­te mit ih­ren Er­fol­gen al­le zum Stau­nen. Über­re­gio­na­le Ju­gend-Plat­zie­run­gen und Ti­teln folg­ten pa­ral­lel zum Trai­ning bei­der Söh­ne und der Teil­nah­me an Eu­ro­pa-Meis­ter­schaf­ten 2008 Deut­sche-Meis­ter-Ti­tel 2006, 2007, 2008 und 2014. Seit 2002 lei­tet sie die bis zur Bun­des­ebe­ne er­folg­rei­che Ju­gend im Ju­doc­lub „und hat des­halb nur vier Wo­che­nen­den im Jahr frei“, be­ton­te Blum. Krisch­ke ver­mit­te­le be­wusst so­zia­le Kom­pe­ten­zen und in­te­grie­re aus­län­di­sche Ju­do­ka beim Trai­ning und bei Frei­zeit­an­ge­bo­ten.

Siegerurkunden für die Publikumslieblinge

Geisenheimer Weinreimer übergaben Trophy der Weinpräsentation
Rheingau Echo, 16. März 2017 – Seite 34

 

 

Die Geisenheimer Weinreimer übergaben die Siegerurkunden für die Lieblingsweine der Trophy 2016.

 

Geisenheim. (sf) – Die Siegerurkunden der Publikumslieblinge der Besucher der Weinpräsentation 2016 wurden jetzt von den Geisenheimer Weinreimer an die drei Winzer übergeben. Im Rahmen der traditionellen Weinpräsentation mit der Geisenheimer Trophy Mitte November hatte die zahlreichen Gäste ihre Lieblinge aus der breit gefächerten Palette von Weißburgundern gewählt. Vor einem dichten „Verfolgerfeld“ haben es drei Weingüter auf das Treppchen geschafft und die Gewinner-Weingüter wurden am vergangenen Mittwoch mit der „Gold“-, „Silber- und „Bronze- medaille“ ausgezeichnet. Mit der „Bronzemedaille“ wurde das Weingut der Hochschule Geisenheim University geehrt. „Silber“ errang das Weingut Sohns aus Geisenheim für seinen Sohns Excellence Geisenheimer Mönchspfad Weißburgunder trocken. Der beliebteste Weißburgunder in der Blindverkostung 2016 kam aus dem Weingut Tannenhof Jürgen Schmitt aus Geisenheim-Marienthal, das „Gold“ für seinen 2015er Weißburgunder feinherb errungen hatte. Die Siegerurkunden wurden von der Zeremonienmeisterin der Geisenheimer Weinreimer Michaela Eser und der Oberreimerin Donate Krappe an Oliver Weis vom Weingut der Hochschule Geisenheim an Denise Sohns vom Weingut Sohns und an Klaus-Jürgen Schmitt vom Weingut Tannenhof übergeben. Die diesjährige Geisenheimer Weinpräsentation wird am Sonntag, den 12. November von 14 bis 18 Uhr wieder im Ausstellungsraum des Kulturtreffs „Scheune“, dem Stammsitz der Geisenheimer Weinreimer, stattfinden, dann gilt es zu entscheiden, welches Weingut den besten trockenen Lagenwein 2016 hat.

Pfarrer zollt auch Arbeit des Winzers Respekt

TRADITION Bei der Weinsegnung in Johannisberg wird des „Winterhannes“ gedacht

Feierlicher Einzug in die Schlossbasilika

von Christina Schultz, Rhein Main Presse: 29.12.2016 (Wiesbadener Kurier Rheingau-Kurier)

JO­HAN­NIS­BERG. Ei­ne be­son­de­re At­mo­sphä­re brei­tet sich je­des Mal aus, wenn am 27. De­zem­ber die Jo­han­nis­ber­ger Win­zer mit ih­ren Fah­nen, die Kü­fer und Wein­bru­der­schaf­ten fei­er­lich in die Ba­si­li­ka auf dem Jo­han­nis­berg ein­zie­hen. Denn am Na­mens­tag des Hei­li­gen Jo­han­nes, des Apost­els und Evan­ge­lis­ten, ist es seit al­ters her üb­lich, Wein zu wei­hen. So hat es auch im Rhein­gau Tra­di­ti­on, dass seit mehr als fünf Jahr­zehn­ten die Jo­han­nes­wein­seg­nung, zu Eh­ren des „Win­ter­han­nes“ im Rah­men ei­nes fei­er­li­chen Got­tes­diens­tes statt­fin­det. Auch in die­sem Jahr füll­te sich die Ba­si­li­ka mit vie­len Men­schen, die zum Ge­den­ken an den „Evan­ge­lis­ten der Lie­be“, her­bei­ström­ten.

Ab­ord­nun­gen von Wein­bru­der­schaf­ten da­bei

Ne­ben den ört­li­chen Win­zern zo­gen auch die Rhein­gau­er Wein­kö­ni­gin Ste­pha­nie Ko­pietz und die Ab­ord­nun­gen der Jo­han­nis­ber­ger Wein­kri­tik, des Rhein­gau­er Wein­kon­vents, der Lor­cher Wein­jun­ker, der Gei­sen­hei­mer Wein­rei­mer, des Hoch­hei­mer Wein­freun­des­krei­ses und der Wal­lu­fer Wein­bru­der­schaft Wal­taf­fa ge­mein­sam mit den Pfar­rern Mar­cus Fi­scher und Kurt Wei­gel in die Kir­che ein. Auf den Ti­schen vor dem Al­tar­raum war­te­ten die ed­len Trop­fen, die von den Win­zern zur Seg­nung in die Ba­si­li­ka ge­bracht wor­den wa­ren, um sie zum An­den­ken an den Evan­ge­lis­ten zu kos­ten mit den Wor­ten: „Trin­ket die Lie­be des Hei­li­gen Jo­han­nes“. Die Fei­er der Jo­han­nes­wein­seg­nung mit der Ver­eh­rung des Apost­els sei der ge­hei­me Hö­he­punkt von Jo­han­nis­berg, er­öff­ne­te Mar­cus Fi­scher den Got­tes­dienst. Der Le­gen­de nach, seg­ne­te Jo­han­nes ei­nen Be­cher ver­gift­eten Wei­nes und be­frei­te ihn durch das Kreuz­zei­chen vom Gift, so­dass er oh­ne Wir­kung blieb.

In sei­ner Pre­digt stell­te Kurt Wei­gel die Sym­bo­lik des Weins und die Lie­be zu­ein­an­der in den Vor­der­grund. Da­rü­ber hin­aus zoll­te er der Ar­beit der Win­zer Re­spekt. Ein Nord­licht wie er, na­he Ol­den­burg ge­bo­ren und vie­le Jah­re Pries­ter auf der Nord­se­ein­sel Wan­ge­roo­ge ge­we­sen, ha­be den Wein schät­zen ge­lernt und Ein­blick in die schwe­re Ar­beit der Win­zer ge­nom­men, seit er im Rhein­gau tä­tig ist. Zwei Mal ha­be er selbst Wein le­sen kön­nen und fest­ge­stellt, wie viel Mü­he und Ar­beit, wie viel Wet­ter, wie viel Er­de und wie viel Zeit der Kul­ti­vie­rung und La­ge­rung da­bei ei­ne Rol­le spiel­ten. „Man trinkt im Wein die Zeit mit und soll­te ihn des­halb ge­nie­ßen.“

Wein als we­sent­li­cher Be­griff des Ma­ßes

Im Al­ten Tes­ta­ment hei­ße es: Wie ein Le­bens­was­ser ist der Wein für den Men­schen, wenn er ihn mä­ßig trinkt. Auch für Hil­de­gard von Bin­gen galt der Wein als Me­di­zin und als we­sent­li­cher Be­griff des Ma­ßes, das für al­les gel­te, was wir in die­ser Welt tun. Je­sus ha­be den Wein ge­schätzt und ihn als Zei­chen der Freu­de ge­wählt. Jo­han­nes stand da­bei ganz nah an sei­ner Sei­te, der Evan­ge­list, der Je­sus lieb­te. Die Lie­be des Hei­li­gen Jo­han­nes trin­ken, hei­ße, man ha­be Teil an der Lie­be Chris­ti. Vor der Seg­nung des Jo­han­nes­weins schloss Pfar­rer Kurt Wei­gel mit den Wor­ten: „Wer Wein trinkt, wird fröh­lich, wer an Gott glaubt, wird se­lig, wer Wein trinkt und an Gott glaubt, wir fröh­lich und se­lig sein.“